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Adventszeit​

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Liebe Leserin, lieber Leser

Jedes Jahr heissen wir ihn willkommen, den «lieben Advent». Jedes Jahr sind wir voller Hoffnung, es möge sich im Leben etwas zum Positiven verändern. Doch, ein Blick in die Welt, ja, in die nächste Umgebung zeigt, Menschen erleiden Böses und Schreckliches, durch das, was ihnen durch Menschen angetan wird oder von der Natur zugefügt wird.

Wir zünden Kerzen an, an den mit viel Liebe gemachten Adventsgestecken und Kränzen und dennoch ist es in vielen Menschen dunkel, legt sich ein Schatten der Angst auf ihre Lebensfreude.

Und mitten in diesen Schatten sagt uns der Prophet Jesaja Neues zu: «Alle, die in der Dunkelheit sind, werden ein grosses Licht sehen. Und es wird hell scheinen über denen, die in der Finsternis gefangen sind. Ihr Herz wird voller Liebe sein. Sie werden sich über dich freuen.» Auf dieses Licht gehen wir zu. Jeder Tag im Advent will uns auf die grosse Begegnung vorbereiten.

Öffnen wir uns, oder mit dem altkirchlichen Ruf auf Aramäisch: «Maranatha» «Komm, Herr, Jesus.» So machen wir uns in der adventlichen Dämmerung auf den Weg, IHM, dem Licht entgegen.

Ihr Seelsorgeteam

Bild: Pfarreiarchiv

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Alle Jahre wieder...

…und doch ganz anders, ist diese Adventszeit. Von der betriebsamen Hektik ist nicht viel zu spüren, fast alles, was zur Advents- und Weihnachtszeit gehört, wird reduziert oder aufs nächste Jahr verschoben. Wir Menschen werden einander durch ein kleines Virus zur Gefahr. Fatal, für alle jene, die sich in diesen Tagen sowieso einsam fühlen. Zu den alters- krankheitsbedingten und anderen Ursachen, die in die Einsamkeit führen, kommt nun noch die aufgezwungene Isolation dazu. Alles abgesagt.

Tröstet es sie, liebe Leserin, lieber Leser, dass ER trotzdem in diese Welt kommt. Dass ER, trotz allen Absagen, seine Zusage an uns Menschen in keinem Masse einschränkt? ER kommt. Immer. Alle Tage, alle Jahre. Er kommt und lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten. ER, der Göttliche, der Mensch wird, im kleinen Kind, im Stall von Betlehem.

Heuer wird die Nacht, zum ersten Mal seit vielen Jahren, tatsächlich und im wahrsten Sinn des Wortes, zur stillen, heiligen Nacht.

Krippenausstellung Hist. Museum Uri Bild: zVg